Band 
Erster Theil.
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schlept / Steinkugeln schleuderten, bei Belagerungen zu g«"brauchen. Von Reiterei wußten die Schweizer wenig; nurdie Städte hatten ihre Ritter, gewöhnlich als Anführer,Pferd. Armbrustschützen wurden hinter Mauern und Erdhin-dernisscn gebraucht, doch die Handwaffen des Fußvolks blie-ben immer Hauptsache für die Eidgenossen. Geschloffen, mau-erfest halten, war die Regel ihrer Vertheidigung; im An-griff unwiedcrstchlich einzufallen, durchzubrechen und umzu-stürzen, ihre Gewohnheit. Dadurch machten ste stch furchtbar!

Ihre Gegner, die Fürsten und Grafen, hielten zwar nochkeine stehenden Truppen, jedoch nach Vermögen besoldeteKnechte. Brach Krieg iaus, so leistete -er Adel mit seinenKnappen auf einige Zeit die Heeresfolge zu Pferd, das ge-meine Volk diente zu Fuß. Weil die Vasalen nur auf kurzeZeit zu dienen verpflichtet waren, so traf es nicht selten,daß ein mächtiges Heer gerade dann auseinander gieng, wenndie besten Erfolge zu erwarten waren, oder daß augenblick-licher Mißmnth der Dienstmannen die Operationen liihmte.ES entstanden damals die Miethrotten; welche ähnlich je-nen Truppen von Coucy und der spätern Armanacken, unteradelichen Anführern den Lohnkricg unternahmen, gemeinig-lich aber aus beutelustigem undisziplinirtem Gestndel zusam-mengcreiht waren. Bei solcher Beschaffenheit der Dinge,darf cS nicht wundern, wie befestigte Städte mit ihren tap-fern, stets zum Ausfall bereit stehenden Bürgerschaften, denumherliegenden Burgen der Edlen furchtbar waren und da-

stücke, St cinb ü chsen , Ta r ras b ü ch seil, Hand, und Ha,ckenbüchse». Die erster» müssen ungeheuer schwer und im Kaliberkeineswegs reglirt gewesen seyn. Zürich hatte 1468 eine solche Kar-thaune, welche kaum durch 24 Hengsten von der Stelle gcschlept wer-den konnte. Die Stcinbüchsen oder große Büchsen, waren eben sounsicher als langsam im Laden; sie schössen bis So und selbst soPfund Stein, ncmlich Steinkugeln, oder Steinhagel in geflochtenenWeidenkörben. Tarrasbücbsen waren leichte Feldstücke, von mehrerenzusammengepaßten Büchsenläufen aus einem Gestell; diese Benennungscheint jedoch einzig in der Schweiz gebräuchlich gewesen zu seyn. Die»Hand - und Hackenbüchsen (Gabelrohre oder Musketen) wurden mitLunten, später mit Radschlossen losgcznndek.