mon in provinzialen, unartigen Ausdrucken. Vorzüglichsetzten uns die schmutzigen Schuhputzer zu. Diese kaumzwölfjährigen Knaben verstehen sich besonders gut auf dasKuppeln und verschaffen sich meistens dadurch ihren Un-terhalt! Ueberaus geschwätzig nennen sie eine großeMenge von schönen Nymphen und führen den Lüsternenum einige Sols zur Stelle: zu einer belle Lionaise, zueiner kürzlich angekommenen Pariserinn u. s. f.
In Metz tauschten wir unsere nicht calibcrmäsiigenFeuergewehre gegen Französische um und sehten dannunsern Marsch fort. Ungefähr eine Meile Wegs vondieser Stadt, auf der Straße nach Pont a Mousson ,bemerkt man eine, großen Theils in Trümmern liegende,Römische Wasserleitung, die zu den bcrühmrcstcn in Eu-ropa gehört. Sie versorgte ehemals Metz mit dem nö-thigen Trinkwasser mittelst eines, durch ein weites Thalführenden, 12,000 Schritte langen Canals. — Auch in
stößt man auf einige Ueberreste Römischer Aquädukte,welche dem Orte ein ehrwürdiges Ansehen geben. Der-selbe gehört, mit seinen 6 — 7,000 Einwohnern, indie Reihe kleinerer Städte, hat übrigens ziemlich breiteStraßen, einen schönen Pallast und eine sehr gesundeMineralquelle. Eine steinerne Brücke führt über dieMosel , die durch das Städtchen fließt, zu dem Schlosse,das ihm den Namen gegeben hat. Dieses liegt aufeinem hohen Berge und gewährt dem Auge eine sehrschöne Aussicht in das Moselthal.