Band 
Erster Theil.
Seite
28
JPEG-Download
 

28

man hier wenig Merkwürdiges. Zn demselben Feldzugegegen Frankreich ( 1814 ) hat auch Troyes viel gelitten;mehrere Theile seiner Straßen sind abgebrannt. UeberVille neuve sur Wanne erreichten wir

S e n s.

Diese Stadt, die ebenfalls durch ihre Bauart einhohes Alterthum verrath, ist weder groß, noch schön.Sie erhebt sich am Zusammenflüsse der Wanne und Nonneund bewahrt in ihrer Hauptkirche das herrliche Monumentdes 17 65 verstorbenen Dauphin und seiner Gemahlinn,die ihm zwei Jahre später im Tode folgte. Aber auchder Asche dieses Paares hat die Nevolutionswuth nichtgeschont. Viel wurde an diesem Kunstwerke verdorben;ich sah noch Trümmer davon in einer alten dunkelnCapelle. Unter vielen andern Merkwürdigkeiten ziehenauch die schön gemalten Fensterscheiben des berühmtenJean Cousin, welche dieser Kirche ein ehrfurchtgebie-tendes Ansehen geben, den Blick des Reisenden an.

Ueber Courtenay, Moutargis an der Loing, Belle-garde und Chatcau neuf gelangten wir nach

O r l e a n s.

Hatten wir bisher auf unserm Marsche keine Truppenangetroffen, die sich nach Spanien begaben, so war hierAlles gedrängt voll von solchen, die auf einer andernStraße aus Preussen herbei geeilt waren, und doch lagenwir in recht guten Quartieren. Ich zum Beispiele wurdevon einem ehemaligen Parlementsadvocatcn, bei dem ichwohnte, gegen meine Erwartung trefflich bewirthet. Wir