Band 
Erster Theil.
Seite
63
JPEG-Download
 

6 ;

dender Nsrdostwind, wehet. Die Winterkälte fühlt mankaum einige Wochen. Das Clima der südlichen Provinzenist feucht und heiß, doch wird die Hitze gemildert durchdie Seeluft, durch die zur Mittagszeit gewöhnlich ein-tretenden kühlenden Winde und die Alpujarras. Nur«wenn der Solano (Mcdina), ein glühender Südostwind,wehet, erreicht die Hitze den höchsten Grad und verursachtSchwindel, Entzündung u. f. w. *)

So fruchtbar auch der Spanische Boden ist, undobschon seit 60 Jahren in einigen Theilen der Monar-chie zur Beförderung des Ackerbaues mehrere ökonomischeGesellschaften zusammengetreten, auch neuerlich noch vonFerdinand dem Siebenten sechs Ackerbauschulen errichtetworden sind **) ; so steht dieser Culturzweig dennoch aufeiner ziemlich niedrigen Stufe. Die übergroße Mengevon Heiligenfcsten, die reichen Bergwerke in America , dieMesta ***), der Mangel an Dünger, das flache Pflügen, dirAbgaben an die Krone, die auf die nöthigsten Lebensbedürf-nisse gelegte Accise, die Frohnen, die Schläfrigkeit oderdie patriarchalische Genügsamkeit des Spaniers sindbisher dem Ackerbaus hinderlich gewesen. Selbst derGartenbau wird noch vernachlässigt; nur um Madrid ,Valencia, Barcelona und in einigen Gegenden am Mit-telländischen Meere hat er seit mehreren Jahren etwas

«z Er kommt von Slfrica herüber und wehet gewöhnlich t» Cüdwanic» tgbis 12 Toge.

«') Gegenwärtig Hot Evanien H7 ralriolischc und ökonomische Gesellschaf-ten zur umernügung des Ackerbaues und der Gewerbe.

«»»> Weidezwang für die Merino » .wandernde Lchafe).