mit Eifersucht einen Cortez, Pizarro und Almagro nen-nen, die mit einer Handvoll kühner Abenteurer ungeheuereLänderstrecken der neuen Welt ihrem Vaterlands zinsbarmachten uu*i unter andern Umständen Stützen der Selbst-ständigkeit und Unabhängigkeit ihres Volkes gewesen seynwürden. Jedoch erst unter dem Enkel und NachfolgerFerdinands und Jsabela's, dem Kaiser und König Carl,erhielt der Bau der Spanischen Größe seine Vollendung.Dieser in der Geschichte so berühmte Fürst, der Erstedieses Namens unter Spaniens Königen, der Fünfteunter Tcutschlands Kaisern, wurde iSoo zu Gent ge-boren. Ferdinands und Jsabela's Tochter, Johanna dieWahnwitzige, vermält mir Kaiser Maximilians des ErstenSohn, Philipp von Oesterreich, war seine Mutter. Seindurchdringender Geist, schon in zarter Jugend entwickelt,berechtigte zu großen Erwartungen; aber mönchische List,Glcißnerei und Vcrstellungskunst, wozu in seiner frühenJugend schon ihn anzuleiten seine geistlichen Erziehernicht versäumt hatten, ließen den Keim des Guten undwahrer Seelengröße, den die Natur mit milder Handin ihn gelegt hatte, nicht emporkommen und in fröhlichemWüchse seine Vollendung erreichen. Jene von fremderHand ihm eingeimpften Eigenschaften blieben immer dieGrundzüge seines Characters, die sich durch jede seinerHandlungen dem Auge des Beobachters sogleich unverhülltoffenbarten. Moralisch und körperlich thätig, schlau,vorsichtig, standhaft, energisch, stets Herr seiner selbst,kalt und überlegend wußte er zwar die Umstände meistklüglich zu benutzen; aber den Geist der Zeit, wie ersich besonders in der Reformation verkündigte, vermochte
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