miverhaltnißmäßig gering war. Er bclicf sich noch nichtauf hundert Mann an Todten und Verwundeten. DesGenerals Grouchi Pferd erhielt mehrere Wunden. Allein den Straßen Aufgegriffenen, bei denen man irgendeine Art von Waffen fand, übergab man dem Blutgs-richte und erschoß oder erdrosselte sie, gleichviel, mochtencS Laien oder Priester seyn. Alsbald erfolgte auch dieEntwaffnung der ganzen Stadt.
Wenngleich nach diesem starken Blutvergießen Maedrid von dem Geiste der Empörung geheilt zu seyn schien ;so glimmte doch noch im Verborgenen der Funke einerunversöhnlichen Rache gegen die Franzosen fort, welcherbesonders die Provinzen ergriff, wo die Geistlichkeit denKeim zu einem allgemeinen Aufstande sorglich zu nährenrastlos bemüht war. Von den Kanzeln und in denBeichtstühlen verkündeten sie Franzosenmord als einegottgefällige Handlung, und so theilte sich die Empörung,unterstützt durch der Obrigkeit begeisternde Proclamcn,in einer sehr kurzen Zeit der ganzen Halbinsel mit.Dem größten Sünder erließ man in dem BeichtstühleAlles, war er nur Franzoscnmörder, und zur Buße undSühne des Verbrechens wurde der Gebrauch des Dolchesgegen Napoleons Scharen als unerläßliche Bedingunggefordert. Was der Glaube an des Mönchthums Unfehl-barkeit nicht that, bewirkte die Hoffnung reicher Beute