Band 
Erster Theil.
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sehr angenehm auf einem weinreichen Hügel und wirdvon der Pisuerga bespült, die sich eine halbe Stundeoberhalb dieses Ortes gegen Palencia mit dem Carrionvereinigt. Der größte Theil der Einwohner war zu-rückgeblieben, und der Magistrat hatte sich von demMarschall Lefebvre einen Schuhbrief zu verschaffen ge-wußt, auf den hier sehr streng gehalten wurde; dasRegiment Baden allein besorgte wenigstens zwanzigPosten innerhalb der Häuser, um das Eigenthum derfriedlichen Bürger zu schützen. Aber zwei Tage nach unswurden sie trotz des scharfen Kaiserlichen Armeebefehlsvon einem nachrückenden Corps sehr hart mitgenommen,wie wir ein Jahr später durch ihre eigenen Erzählungenerfuhren. Der Wein floß hier in Menge, auch Brotwurde so viel in's Lager geschafft, als nur aufzubringenwar und noch in der Nacht gebacken werden konnte. Un-sern Leuten ging hier nichts ab; auch an Stroh fehlte esnicht zur Lagerstätte,

Valladolid

war unsere Bestimmung für den zweiten December, wowir gegen drei Uhr Nachmittags nach einem siebenstündigcnMarsche ankamen. Die Gegend bis Cavezon de CampvShat wenig Anziehendes; außer einigen Rcbenhügeln rechtssieht man nichts, als kahle Felder. Sobald man hier mit-telst einer steinernen Brücke über die Pisuerga *) geschritten

*) Dieser Fluß wurde (so lauten wenigstens Spanische Aussagen)von den Römern Oleeum genannt, und seine Umgegend valli«»L Oleliun, woraus wahrscheinlich der Name Valladolid ent-standen ist-