Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
176
JPEG-Download
 

der verheißenen Hülfe in fester Hoffnung entgegensehend,mit unerschütterlicher Ausdauer auf ihrem Entschlüsse.Die Hülfe erschien auch wirklich und zwar noch in der-selben Nacht frühe i Uhr. ES war General Carrera,der seine Abtheilung durch die Besatzungen von ElvaSund Cainpomayor bis auf io,ooo Mann verstärkt hatte.Er machte sogleich hintereinander vier wüthende Angriffeauf das allein in Linie aufgestellte zweite Husarenregiment,welches endlich, der Uebermacht weichend, sich gegendie Brücke über die Gebora zurückzog. Die übrige Rei-terei, zurBlocade des Platzes auf dem rechten Guadiana -nfer bestimmt, konnte wegen des seit mehreren Tagen an-dauernden schlechten Wetters keine feste Stellung nehmenund streifte deßhalb gegen die Portugiesische Grenze. Am6 . in der Frühe versuchten 1000 feindliche Reiter einenneuen Anfall auf besagtes Regiment; die Infanterieaber warf sich in den Platz und hatte keinen Antheil ander Niederlage, die jenen um Mittag durch die unerwar-tete Ankunft des Generals Latvnr-Maubourg mit demGros seiner EavaLerie widerfuhr. Sie verloren mit Ein-schluß der Gefangenen und Ertrunkenen über 4 oo Mann.

Ein allgemeiner Ausfall, am 7 . Vormittags von un-gefähr 12,000 Mann zur gänzlichen Aufhebung der Be-lagerung unternommen, lief nicht glücklicher ab. EineColonne derselben von 600 Reitern, durch Infanterie un-terstützt, rückte gegen dc» äußersten linken Flügel längsder Guadiana , eine zweite gegen die Linke der drittenParallele vor Pardaleras; Looo Mann Fußvolk aber, invier Echelons abgetheilt und von Loo Reitern gefolgt,stürzten sich mit solcher Geschwindigkeit auf die beiden