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Beobachtung der ringförmigen Sonnenfinsternis, den 7ten September 1820, zu Cuxhaven : ; Beobachtungen der Sonnenfinsternis vom 19. Nov. 1816 zu Berlin / von Herrn Tralles. Berichte über die grosse Sonnenfinsternis vom Jahr 1816 / Tönnies / Bessel
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89
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von der ringför? 7 iigen Sonnenfinsbernifs am 7 . Sept. 1820 . 89

Herr Janssen hatte das Ende des Ringes nach dem Chronometer umIP 59 o 5 aufgezeichnet, welches an der Pendeluhr 2 U 4o m 45* für den Mo-ment giebt.

Gegen das Ende der Finsternifs trübte sich der Himmel in der Ge-gend der Sonne. Diese blieb zwar im Fernrohre sichtbar, aber matt, undes war zu befürchten, dieser Moment gehe aller Augenanstrengung ohner-achtet verloren. Das stärkere Fernrohr konnte doch nicht mehr verlassenwerden, weil, unterdessen die Sonne im Felde des andern zu bringen war,das Ende der Finsternifs hätte vorübergehen können. Um 3' 1 57 58^ Zeitder Pendeluhr glaubte ich doch vom Mondrande nichts mehr wahrnehmenzu können, allein aus Vorsicht die Sekunden fortzählend, ohne das Fern-rohr zu verlassen, wurde ich noch einige Ungleichheiten im Sonnenrande,walirscheinlichst durch Dünste veranlafst, gewahr, welche während 12 bis 15Sekunden an einer vom Austritt verschieden gehaltenen Stelle merklich blie-ben, und dann wie verwaschen doch unbestimmt zu vergehen schienen, dasEnde der Finsternifs also nach erster Vermuthung desselben anzunehmenist. Demnach Ende der Sonnenfinsternifs

5 U 57 m 5 & Zeit der Pendeluhr.

Nach des Herrn Commandeur Janssen Beobachtung begab sich dasEnde der Finsternifs um IP 56"* 50* Zeit des Chronometers, welcher i m44*,5 weniger als d : e Pendeluhr um diese Zeit zu Folge unmittelbarer Ver-gleichung zeigte. Also hätte das Ende der Finsternifs um 5" 58 ra 14. 5 d erPendeluhr statt gehabt.

Während der Zeit der stärkeren Verfinsterung bemerkte der HerrDoctor Luis zwei Sterne am Himmel und machte mich auf die Er-scheinung derselben aufmerksam. Es waren Venus und Regulus; jeneblieb eine geraume Zeit sichtbar, nachdem man die Stelle, wo sie stand,kannte. Das Tageslicht hatte das besondere Grau, welches bei gröfsern Son-nenfinsternissen gewöhnlich ist. Für die Empfindung wurde es unannehm-lich kühl, das Thermometer entsprach dieser Empfindung wenig, wahr-scheinlich weil dasselbe nicht so wie der menschliche Körper von der strah-lenden Wärme der Sonne ailizirt wird.

Das Thermometer zeigte im Anfänge der Finsternifs 65° Fahr., wäh-rend des Ringes 6r.° und am Ende der Finsternifs war es 66°.

Werden die erhaltenen Beobachtungsmomente an der Pendeluhr nachdem in der Zeitbestimmung gefundenen Gange und der Voreilung der Uhr

Mathem. Klasse 13201821* IM