Band 
Erste Sammlung.
Seite
450
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Nachdem man, wie hiezu gewohnlich iſt die Welt.

kugel auf die Polhoͤhe geſtellt, und den Ort derSonne unter den Meridian gefuͤhrt hat, ſo bemerkeman, welcher Punct des Aequators zugleich mit derSonne im Meridiane iſt, und alſo die Rectaſcenſionder Sonne beſtimmt.

Nun fuͤhre man den Ort der Sonne in den Abend—Horizont, und ſehe welcher Punct des Aequators jezoim Meridiane iſt.

Der Abſtand beyder Puncte iſt der halbe Tage—bogen, und giebt alſo in Zeit verwandelt das Geſuchte.

Wenn man bey dieſem Abſtand nicht um einenGraͤd fehlt, ſo fehlt man bey der Zeit nicht um vierMinuten, da man nun einen Grad bey einer maͤſſi—gen Weltkugel ganz wohl bemerken kann, ſo iſt dieſesVerfahren gewiß mehr als viermahl ſchaͤrfer, alsdas mit dem Stundenzeiger.

Davon hat mich auch eine Probe verſichert dieich mit einer mir gehoͤrigen Himmelskugel angeſtellthabe, welche 1692 zu Leipzig bey Chriſtian Rom-ſtet herausgekommen iſt und 9, 8 pariſer Zoll imDurchmeſſer hat.

Ich wollte wiſſen, welche Zeit den 3. April 1772in Wien die Sonne unterging.

Von der Wiener Polhoͤhe, 48 Gr 12 M 36Slieſſen ſich natuͤrlicher Weiſe auf dem Meridianedieſer Kugel nur die Grade angeben.

Den Ort der Sonne, 14 Gr des Widders un-ter den Meridian gefuͤhrt, befand ſich des Aequators13 Grad im Meridian.

Eben