E O&
Gebrauch eines Fernrohrs mit zwey Oeula-ren, das wenig vergroſſert.
62 Dergleichen Fernrohr vergroͤſſert nicht ſtark,man kann aber dadurch viel uͤberſehen, und weiles eine ziemliche Oeffnung vertraͤgt, Gegenſtaͤnde,die nicht gar zu ſtark leuchten, wahrnehmen. Da-her iſt es bequem, teleſkopiſche Firſterne zu be-trachten, Koineten zu ſuchen, u. d. g. Zu ſolchenAbſichten habe ich ſo ein Fernrohr ſeit vielen Jah⸗ aren gebraucht, auf deſſen Zuſammenſetzung, derjezige hieſige Univerſitaͤtsopticus Hr. Baumann,als wir noch in Leipzig waren gekommen iſt, oh-ne einmahl zu wiſſen, daß Hugen es ſchon erfun-den hatte. Ich habe mich daher gewundert, inHr. de la L Aſtronomie 1811 F. J. Ausg. dasGeheimniß der Nachtſernroͤhre(le ſeeret deslunettes de nuit) erſt eroͤffnet zu ſehen, mit denenman Kometen, und Schiffe auf dem Meere beyNachtzeit entdeckt. Hr. de l. L. ſchlaͤgt dazu nurein Ocular von einer etwas groſſen Brennweite,und eine groſſe Oeffnung des Objectivs vor.Durch zwey Oculare, erreicht man eben die Ab-ſichten, und erhaͤlt noch etwas mehr Vergroͤſſerung.
Unterſchiedene vornehme Deutſche haben ſichunlaͤngſt dergleichen lunettes de nuit als eine neueErfindung ziemlich theuer angeſchafft, und wiſſennun freylich nicht recht was ſie damit machen ſol—len, denn Kometen und teleſkopiſche Sterne ſindihre Sachs nicht. Indeſſen muß es 1ſchoͤ-
——
—
—.