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Sinne habe/ ich hoffe, alles geht wohl bei Euch, und ich sehnemich nach Briefen in Rom . Ich befinde mich vortrefflich, findedas Klima höchst angenehm, wenn man die gehörige Diät hält,die ich im Tagebuche angeführt habe. Ein sehr schöner guterVetturin, der uns von Mailand hierher geführt, wird uns auchweiter nach Rom bringen. Im Ganzen ist Italien , was dasReisen betrifft, viel civilisirter geworden- man genießt viele Be-quemlichkeit. Grüße bestens alle die Hausgenossen und denke oftDeines Dich ewig liebenden Schinkel.
5.
Meine liebste, theuerste Susanne. In der Hauptstadt derWelt angekommen, kannst Du denken, welche Empfindungen wiederin mir rege werden- aber unendlich mehr noch beglückte mich Deinherrlicher, liebevoller Bries vom 29. Juli mit allen den schönenNachrichten. Ja, Du hast ganz recht, wenn Du meinst, daßdurch den Gedanken an das Haus meiner Liebenden in der Hci-math mir die Reise noch höhere Genüsse liefern müsse, als früher.Es geht nichts über dieses herrliche Gefühl- aber Dir allein dankeich dieses Glück. Jeder Deiner Briefe zeugt mir von dem Schatze,den ich an Dir besitze, indem Du mit jedem Worte Heiterkeit inmein Herz bringst. — Hoffentlich hast Du mein Tagebuch ausMailand und mit einem zweiten Briefe aus Florenz die Fortsetzungempfangen, und so erhältst Du hier aus Rom den folgenden Theil.Das Clementinische Museum, welches wir heute, nach einem Be-such bei Valentini und bei Herrn Geheimen Rath Bnnsen (derunstreitig aus dem Capitol, wo er das Panorama des alten undneuen Rom aus seinen Fenstern hat, die schönste Wohnung inder Welt besitzt) besahen, ist mir unendlicher und herrlicher vor-gekommen als vorher, und wir Alle waren eigentlich völlig trunken.Sahen wir in die Marmorsäle, mit dem Herrlichsten der Kunst