Band 
[Bände 1 und 2.]
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Stadt zu machen/ die wirklich sehr verschönert worden ist. UeberallPaläste und Gartenanlagen/ von denen einige sehr geschmackvollsind. Das Hans des Herrn von Guaita ist säst das schönste vonallen. Sehr erbaut/ kehrten wir in unsern Gasthos zum RömischenKaiser zurück. Ich schreibe an Dich/ dann wollen wir zu Abendessen und zu Bette gehen/ weil morgen eine starke Tour bis Coblenz gemacht werden muß. Beim Hinausgehen aus unserm Wirths-hause begegnete uns gleich in einer prächtigen Gala-Equipage Herrvon Raglcr.') Wir sind beide sehr wohl und wünschen nichtsmehr/ als bald dasselbe von Euch zu erfahren. Diesen Brief besorgtmir unser Lohnbedicnte/ ich wünsche/ daß er an Dich gelangenmöge/ denn die Post ist verschlossen und morgen früh noch nichtauf/ wenn wir fortfahren. Beuth grüßt/ küsse die Kinder/ Wil-helm/ und grüße alle Freunde von Deinem treu ergebenen

Schinkcl.

3 .

(Trier , Freitag, den 21. April 1826.)

Liebste Susanne. Heute Abend um acht Uhr hatten wir nun-mehr seit Sonntag Morgen um sechs Uhr über hundertundzchnMeilen zurückgelegt und dabei drei Nächte gut geschlafen. Wirbefinden uns außerordentlich Wohl/ indeß würdest Du mich kaumwiederkennen/ denn ich sehe wie ein Mohr verbrannt aus/ und dieHitze hat alle Theile dicker gemacht/ so daß man mich für sehrkorpulent halten könnte. Der Weg von Frankfurt nach Coblenz warüberaus schön/ vom herrlichsten Tage begünstigt. Von Frankfurt an und im ganzen Rheinthal stand alles in voller Blüthe/ und dasjunge Grün brach überall kräftig hervor. Die schöne Aussichtjenseits Mainz bei Fngelheim auf das Rheinthal/ deren Du Dichnoch erinnern wirst/ und überhaupt das Rheinthal selbst/ habe ichdiesmal bei zurückgeschlagenem Wagen erst recht genießen können.Prinz Friedrich's Burg Rheinstein / die erste hinter Bingen / ist

Damals Königl. preuß. Bundestagsgesandter und Generalpostmeister.