XIV
Wilhelm und Alexander von Humboldt , Bunsen, Hirt rc.,herrühren/ ich hoffe aber, daß man mir hieraus keinenVorwurf machen, vielmehr zugeben werde, daß diese Aufsätze,als in enger Beziehung zu Schinkel'schen Werken stehend undsolche näher erklärend, kaum fehlen durften, wo es daraufankam, den Gang, den die großen Prachtbauprojekte desMeisters durchlaufen, ehe sie zur endlichen Ausführung ge-langten, thunlichst zu veranschaulichen. Der außerordentlicheWerth des Künstlers kann sicher dadurch nur gewinnen,wenn man erfährt, mit welchen Hindernissen er zu kämpfengehabt, ehe er seine genialen Ideen verwirklicht sah, wiewenig von dem, was er als Architekt gedacht und gewollt,überhaupt in die Erscheinung getreten ist, und wie oft ersich Correkturen und Modifikationen seiner Pläne hat gefallenlassen müssen, die der schöpferischen Inspiration des erstenEntwurfs meist argen Eintrag thaten. Daß trotzdem seineKraft und sein Muth nie erlahmt sind, daß doch noch so Herr-liches wirklich zur Ausführung gekommen, — das eben machterst seine eigentliche Größe aus, so sehr man es andererseitsauch bedauern mag, daß Projekte von der künstlerischenErhabenheit und Vollendung einer Akropolis, einer Orianda,und unzählige andere eben blos Projekte geblieben sind.
Die meisten der unter III. mitgetheilten Aphorismensind Auszüge von den im Schinkel-Museum verwahrten, aussechs Heften und einem losen Bogen bestehenden ManuskriptenSchinkel's, die man fast durchgängig als Vorarbeiten zu demunvollendeten großen architektonischen Lehrbuche zu betrachten