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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
Entstehung
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64
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Ja man kann mit mehr Recht von ihm als vonXenophanes behaupten, dals er ein doppeltesSystem nemlich Vernunft- und Eriahrungs Er-kenntnis habe. In jener allein findet er Gewifs-heit. Diese ist ihm (nach den Fragmenten pg.yg) Menschenwahn* Täuschung * Sinnen-schein und Prunk.

Um die yote Olympiade (ant. Chr. 5oo)trat Heraldit (*) zu Ephesus auf. Von seinemLeben wissen wir aus Mangel an Nachrichtenweiter nichts, als dafs ersieh durch ein eignesSystem, durch eine dunkle Schreibart unddurch einen sonderbaren Lebenswandel aus-zeichnete. Er erklärt ausdrücklich, dafs erselbst gedacht und geforscht, und alles aus sichgeschöpft habe , dafs also die übrigen Nach-richten, als ob er ein Schüler der Pythagoräerund des Xenophanes gewesen wäre, falsch seynmüfsten. Doch läfst sich aus seiner angeführ-ten Erklärung noch nicht behaupten, dafs er je-ne Philosophen und andre gar nicht gekannthabe. Eine Stelle im Diogenes Laertius beweifstdieses. Sein System über das Princip der Dingezeigt sogar, dafs er die Philosopheme der älte-ren gekannt haben müsse, dafs er sie aber alsunhaltbar verwarf und dafür neue aufstellte.

Hierin

(*) Tiedemann pg. 194 I'qq.