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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
Entstehung
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71
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und Plutarch (de plac. philos. I, 20 ) (*) sollensie eine schiefe Richtung haben. Nach Gale-nus bewegen sie sich wie Sonnenstäubchen oh-ne bestimmte Ordnung nach allen Richtungen,und nach Laertius (IN, 44) in einem Kreise.Ich glaube, dafs sich vielleicht die drey Nachrich-ten mit einander vereinigen lassen. Es könntenemlich sehr wohl seyn , dafs die Sonnenstäub-chen bey ihm und Leucipp nicht blofs als Er-klärung anzusehen wären, sondern dafs sieselbst die Veranlassung zu der Erklärung gege-ben hätten, und dafs beyde Philosophen, wieich schon bemerkt habe, die Kreisbewegungdes Himmels, statt sich dieselbe zu erklären,als nothwendig annahmen, und sie ihren Ato-men beylegten.

Nach einem Verzeichnisse, welches unsDiogenes Laertius aufbehalten hat, hinterliefser eine grofse Anzahl Schriften, physischen,mathematischen, musikalischen, moralischenund vermischten Inhalts, welche wir noch kaumdenNarnen nach kennen und welche uns sicher,wenn sie wirklich von ihm herkamen und nochvorhanden wären, eine bessere Ansicht nichtallein von seinen Ideen, sondern auch von den

Fort-

(*) Man vergleiche überhaupt. Tiedehann pg. 269.

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