runden Säule, die obere Fläche bewohnen wir,die andre ist uns entgegengesetzt. Eusebius bestätigt ebenfalls, dafs sich Anaxhnander dieErde cylinderförmig gedacht habe, und dafsihre Hefe das Drittel ihrer Breite betrage.Das Ze'ugnifs des Diogenes Laertius , dafs Ana-ximander die Erde für eine Kugel gehaltenhabe, verdient eben so wenig Glauben, alsPlutarchs und Galens Aussagen bey Thaies.
Anaximenes fand durch mehrere Erfahrun-gen auch sein Princip, die Luft, bey der Ge-stalt und Lage der Erde anwendbar. Er sahnemlich, dafs die in Gefäfson eingeschlosseneund zusammengedrückte Luft andern Körpernden Eintritt versagt, wenn sie selbst keinenAusweg findet, und bey der geringsten Oeff-nung mit Gewalt hervorströmt. Dieses w'andteer auf die gewöhnliche Vorstellung von derErde an (Aristot. de coel. II, i5). Er suchtehierdurch Thaies Behauptung zu entkräften,dafs die Luft die Erde nicht erhalten könne,mufste sich aber selbst wieder von Anaximan-der entfernen und den alten Glauben beybe-lialten, dafs sich die Erdfläche an das Him-melsgewölbe anschliesse, wenn er seine Hypo-these anwenden wollte. Er stellte sich dabeydie Erde weniger tief vor, als sein Vorgänger,
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