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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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111
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Drache nach Pherecydes unter die Gestirneversetzt worden. Die Erde habe bey der Ver-mählung Jupiters, gleich andern Göttern,goidne Aepfel mit den Zweigen den Neuver-mählten zum Geschenke gebracht, und Junodieselben in die Gärten beym Atlas gepflanzt,die Töchter des Atlas hätten aber dieselbenheimlich entwendet. Juno habe hierauf einenDrachen zum Wächter bestellt, dieser sey vomHerkules getödtet und von der Göttin unterdie Gestirne versetzt worden. Nach einemFragmente beym Apollonius von Rhodus lautetdie Erzählung anders (*). s Es ist wenigstensnicht von dem Gestirne die Rede. Ja selbstnach Eratosthenes , dem Germanikus genaufolgt, bleibt es unentschieden, ob Pherecydesdas Gestirn wirklich bannte, oder blofs dieFabel anfiihrte. Gevrifs dagegen ist es, dafsihm die Krone bekannt war (**). Wie Theseus die Ariadne verlassen hatte, nahm sie Bacchuszur Gemahlin, und schenkte ihr eine goidneKrone, welche die Götter unter die Gestirneversetzten.

Auch das Bild des Bootes müssen dieGriechen um diese Zeit ziemlich vollständig

gekannt

(*) Sturz Fragmente des Pherecydes pg. 141.

(**) Schol. Hom. ad Od. A. 320. Sturz pg. 210.