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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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137
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nicht wohl denken läfst. Das Zurückgehnder Gestirne aus Norden, durch die dort dich-tere Luft, kann übrigens eben so gut von dertäglichen Rückkehr als von den Sonnenwen-den verstanden werden. Dieses zugegebenfindet man erst 3 o Jahre später bey Anaxagoras ,Leucipp und Demokrit Bemerkungen, welcheauf eine gleichförmige gemeinschaftliche Bewe-gung aller Theile der Kugel oder vielmehr derKugel selbst hinweisen. Anfänglich, behaup-tet Anaxagoras und Diogenes von Apollonia (Laert. II, 9), stand das Himmelsgewölbe gleicheiner Kuppel über der Erde, senkte sich abernachher (Plut. II, 8), weil es die Providenz sowollte. Leucipp und Demokrit behaupten,die Erde habe sich gesenkt (Plut. III, 12), die-ser überhaupt wegen der ungleichen Tempe-ratur der Luft, jener mit der bestimmteren undvielleicht sinnlichem Erläuterung, dafs dieLuft in Norden durch die Kälte verdichtetwerde, in Süden hingegen dünner sey. Auffal-lend ist es dagegen, dafs den genannten Män-nern, die noch so sehr am sinnlichen hiengen,keine Einwendung wegen ihrer eigenen Stel-lung und Bewegung auf der schiefstehendenErde entfiel. Genug, dafs wir von dieser Zeitan erst mit Gewifshejt Nachricht yon einer zn-

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