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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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217
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dafs von den sogenannten vier Elementen jedesseine eignen weiter nicht erklärbaren Grund-eigenschaften habe, und dafs zu diesen auchdas verhältnifsmäfsige Streben nach einem be-stimmten Orte im Welträume gehöre. Dieglänzenden und feurigen Weltkörper, dasAullodern der Flamme und andre Erscheinun-gen veranlalsten schon die ältesten DenkerGriechenlandes, wie wir gesehen haben, dieoberste Region im Welträume dem Feuer, derErde hingegen die niedrigste, und dem Wasserund der Luft wegen der Erscheinung der Me-teore die mittleren Gegenden anzuweisen.Plato glaubt nun nach seinen Begriffen vonVollkommenheit (Tim. pg. 62) , dafs die ge-wöhnliche Definition vom Schweren und Leich-ten1 und von den damit zusammenhängendenBegriffen von oben und unten unschicklich sey,wenn man unter dem letzten den Ort verstehe,wohinwärts alles , was eine gewisse Last habe,falle, und unter jenem den Ort, wohin manalles mit Gewalt heben müsse. Noch unschick-licher aber findet er es, wenn man diese Erklä-rungen mit der Vorstellung vom Universumund seiner Gestalt vergleiche. Denn bey derKugelgestalt des Himmels miifsten zwev vomMittelpunkte gleichweit abstehende Punkte

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