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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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224
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wirklich, wie die Erfahrung lehrt, kugelförmigist; so müssen es auch die übrigen seyn.

Alle dieseßegriffe gehen in die Vorstellungvon den einzelnen Weltkörpern über, wie wirin der Folge sehen werden.

Diese Hypothesen und Philosopheme dau-ern nun die ganze Periode hindurch, nebst nocheinigen andern welche ich hier übergangenhabe, bis auf Eratosthenes . Der eine hielt sichan dieses, der andre an jenes System, nach-dem er es seiner Ueberzeugung gemlifs fand.Plato besonders, so sehr ihn Aristoteles durchseinen Tiefsinn zu widerlegen und aus demKredit zu bringen sucht , erhielt sich inGriechenland und in Alexandrien , weil seinephantasiereichen Gemahlde und Vorstellungenden Aegvptern mehr behagten, als das trocke-ne Räsonnement des Aristoteles . Ja selbst diegriechischen Gelehrten scheinen nach und nachzu Alexandrien durch das phantastische undmystische angesteckt worden zu seyn, so dafsam Ende alle wahre Philosophie daselbst ver-schwand.

Auch die Astronomie empfand die Folgendes sinkenden Geschmacks in der Philosophieund den Mangel an Selbstdenken. Man hattenoch keine sonderlichen Fortschritte in der

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