i. Hauptstück.
Von der Verrichtung eines Feld-Zngenieurs.
§. r « würde bey Meinen Lesern zu wenig Krkegs-
V Kenntniß und Beurtheilungskraft voraussehen,wenn ich die Nothwendigkeit und Wichtigkeitdieses Postens erst weitläuftig zeigen wollte. Es kommt in»Felde nur allzuviel darauf an, daß er mit entschlossenen, un-erschrockenen und fähigen Officiers beseht sey. MancherGeneral stehet den besten und vorsichtigsten Entwurf zu ei-ner Unternehmung, durch die Ungeschicklichkeit, Nachläßig-keit, oder Uebereilung seines Ingenieurs, oder Adjutanten-,vereitelt. Ich würde hiervon verschiedene Beyspiele anführenkönnen, wenn ich es mir nicht zum Geseh gemacht, nieman-den auf keineriey Weise zu nahe zu treten.
§« r. In Frankreich heißen dergleichen Officiers I«-xenieur Oeotzrgpdes. Sie sind von den Festungs. Ingeni-eurs gänzlich unterschieden, und stehen eigentlich unterdem Kriegs-Minister. Von ihrer Bestimmung findet maneinige Nachricht in 1'^rt 6e lever !es klsns psr M. vupsiaäe v/lontelson. In Deutschland werden zu diesem Postengemeiniglich Officiers vom Ingenieur. Corps genommen«Weil aber solche, zumal wenn die Armee Festungen zu ver-theidigen, oder zu belagern hat, als wobey ihre eigentlicheBestimmung ist, nicht zureichen, so erwählt man zum östern
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