lO I. Theil. II. Hauptstück.
les, und sahe sich, wider seine Absicht, in der Ebene vonStelln. Er merkte endlich seinen Irrthum, und daß Ca-sm sehr weit davon sey. Der arme Wegweiser wurde, sowenig,« auch Schuld hatte, mit Ruthen gepeitschet, undalsdenn gekreuziget.
§. l z. Zuweilen kragt es sich zu, daß der Feldherr die feind-liche Armee angreifen will, und um den Entwurf zutuMarsch und Angriff vor die Colonnen zu machen, die Ge-gend zwischen beyden Armeen, besonders die hohlen Wegeund engen Durchgänge, (DeMoes) Uebergänge (?slls§en)über die Flüsse, und die Straßen und Wege, genau wissenwill. Der Ingenieur muß also bis in und durch des Fein-des Vorposten durckdringen, und sich so sehr, als nurmöglich, dem feindlichen Lager nahen. Dieses aber kannnicht leicht verborgen geschehen.
So schwer, ja so unmöglich dieses auch manchen schei-nen mag, so kann ich doch versichern, zumal da ich selbsteimal mit bey einem solchen Unternehmen gewesen, daß esgewiß von statten gehen muß, wenn nur sonst alle gehörigeVorsicht dabey gebraucht wird, und die Ingenieurs ge-schwind und richtig arbeiten können. Da diese Arbeit in ei-nem Tage geendigek werden muß, wenigstens die Aufnahmeder Gegend, wo der Feind stehet, oder seine Patrouillen hin-schickt ; so müssen so viel Ingenieurs, als der General nur auf-bringen kann, dazu genommen werden. Denn je mehr ihrerseyn, je weniger Erdstrecke kommt auf einen, und desto ge-schwinder kann er es aufnehmen.
§. 14» Das Aufnehmen geschiehet blos nach dem Au-genmaaß , weil das Schrittzahlen zu lange aufhält, und esfich auch nicht gut und richtig zählen läßt, wenn man denFeind so nahe um sich hat. Die sämmtlichen Ingenieursgehen vorhero zusammen, entwerfen sich einen Hauptplanaus der Landkarte, und theilen sich ein, was jeder aufnehmensoll» Die Erdstrecke (?errsm) gegen den Feind wird nem-