Den Marsch anzugeben und zu führen.' 2z
§- Z4. Wenn der Feind in der Nahe ist, so deckt manden Marsch der Armee durch ein leichtes Corps, oder läßtauch das ganze Heer in Schlacht-Ordnung marschiren ; dadenn das Lager nicht eher auSgesteckt werden kann, bis dieTruppen bereits auf den erwählten Platz eingetroffen sind.Zum öftern bestimmt auch der Zufall, oder die Nothwendig«keit, den Platz zum Lager.
§. zz. Wenn die Wege und Passagen vorhero nichtausgebessert und gemacht werden können, so geschiehet sol-ches währenden Marsch durch die vor der Armee hergehen-den Schanzgräber, (pionniers,) oder wenn die Armee kei-ne besondere PionnierS hat, durch Bauern, besser aber durchvon den Regimentern darzu Commandirke, welche aus demZeuggarken mit Hacken und Schaufeln versehen seyn , undauch Zimmerleute mit Aepten bey sich haben müssen« Mitdiesen brechen die Ingenieurs den Tag zuvor, öder wenigstensetliche Stunden eher, als die Colonnen, auf, um so gut,als Zeit und Umstände erlauben, die Wege auszubessern.
§. z6. Bey den Wegen durch Wälder ist eS nöthig,stch um die Größe und Höhe der Wagen bey der Armee zudekümmern, um die zu niedrig Hangenden Aeste abhauen zulassen, well selbige sonst nicht allein die Wagen zerreißen,sondern auch zuweilen eine sehr große Hinderung und Auf-hält machen. Wo das Gleis, zumal bey hohlen Wegen,alljutief und schmal, und mithin zu befürchten ist, daß dieAchsen des Geschützes und der Wagen aufsitzen würden, fomuß es erweitert, und der Rand schräg herunterwartS abge-hauen werden.. Es findet sich oft, daß dieses wegen felsigtenBoden nicht möglich ist, zum Glück aber sind gemeiniglichdergleichen Qerker nicht lang; Hierbey ist kein anderer Rath,als mit Steinen und Schutt, oder wenn die nicht zu haben,mit Schalhölzern, ss man aber der Quere legen muß, dasGleis auszufüllen und zu erhöhen. Um diese Tiefe desGleises, besonders bey hohlen Wegen, und die Breite derhohlen Wege zu beurtheilen, ob nemlich die Wagen'unddas Geschütz durchkommen können, ist es nöthig, sich zu er«