Z4 l. Theil. V. Hauptstück.
wichte geben; Auf diese Art sollten 4020 Mann auf ein«mal übersehen, weil jede Haut hinreichend wäre, 2 Mannaufzunehmen.
i Man fand die Erfindung für sinnreich, sie war aberwegen der feindlichen Reiterey, die jenseit des Flusses stunde,unmöglich auszuführen.
Und Arianus in den Feldzügen des Alexanders erzeh-let: „Daß Alexander über den Fluß Oxus, welcher 6 Ska-„dien* breit, und sehr tief und reißend gewesen, vermöge„der Häute, gegangen sey, woraus die Zelter der Soldaten„gemacht gewesen; Diese wurden mit sehr trockenen Ge-bräuche angefüllet, und feste zusammen gebunden und ver-sähet, damit das Wasser nicht Hineindringen konnte. Hier-durch ist er in fünf Tagen über diesen Fluß gegangen;„Desgleichen auf eben diese Art in Angesicht der Scythen„übern Tanaiö." **
§. z r. Eben dieser Arianus giebt uns auch eine sodeutliche als schöne Beschreibung von den Schiffbrücken derAlten; ich will seine eigene Worte hersetzen:
„Die Römische Art, Schiffbrücken zu schlagen, ist,„so viel ich weis, die allergeschwindcste. Sie lassen die„Schiffe, auf ein gegebenes Zeichen, den Fluß hinab, nicht„gerade zu, sondern so, daß sie solche, indem sie zurückru-„ dern, etwas aufhalten. Der Strom führet sie natürlicher„Weise mit sich fort; Allein die kleinen Kähne, welche„daran gehänget sind, halten sie auf, daß sie an den be«„stimmten Ort kommen. Alsdann lassen sie aus Reisern„geflochtene Pyramidenförmige Körbe, die mit ausgelesenen„Steinen angefüllt sind, von dem Vordertheile eines jeden„Schiffs hinab, um solche wider den Strom fest zu halten» j
„So !
* Ein Stadium ist nach jetzigen Maaß 625 Fuß, oder 52
R - Ruthen, i Fuß.
** Rollin nennet diesen Fluß Jaxartes.
*** ans dem 7. Cap. des 5. Buchs.