ior I. Theil. !X. Hauptstück.
ankommt, so kann man nicht Sorgfalt genug dabey brauche»/ja man thut wohl, wenn man lieber zwey als eins anbringt.
Oben werden die 4 oder 6 Stupinen unter dem Fastevereiniget, und an die im Skrohseile befindliche Schnur ge»bunden, und das ganze Faß mit Stroh umwunden. Hatman keine Srupine, so theilt man oben die Hanfschnur inso viel Schnuren, als man Löcher hat, und ziehet sie durchdiese im Fasse zusammen. Der kleine obere Raum inlFaste wird alsdenn mit Anfeuerungszeuge angefüllt. Kannman nicht dergleichen von der Artillerie bekommen, so machtman einen Teig aus Kühnöl, Mehlpulver und gezupftenHanf oder Baumwolle, und füllt mit selbigen den obernRaum des Fasses ganz locker aus. Statt des Deckels wer»den äußerlich an z oder 4. Seiten des Fasses dünne Stab»chen angenagelt, und die obern Enden zusammen gebunden,so, daß sie ein spitziges Dach oder Haube bilden; diesesn>>rd so, wie die Forsten der Bauerhäuser, mit Stroh seht§ark umgeben, daß weder Schnee noch Regen durchdringenkann. Diese Haube muß noch etwas über den obern Theildes Fasses Herabgehen, um selbiges für alle Nässe zu sichern,jedoch auf der obern Kante des Fasses nicht ganz aufsitzen,weil sonst das durch die Stupinen dahin kommende Heuerauö Mangel der Lust nicht brennen würde.
Hat man kein Faß, so macht man oben an die Stangevon Hanf oder Werg, welches mit obiger Masse gut ver»mischr und überzogen worden, einen großen Kopf, und übetselbigen auch eine Haube; das Uebrige ist mit obiger De»schreibung einerley.
Bey dergleichen Stangen wird eine Wache gestellt»So bald eine angezündet wird, so brennen die dazu gesetzte»Wachen auch alle die übrigen an, welches denn von Poste»zu Posten gehet, und am Tage durch den Rauch, bey ^Nacht aber durchs Feuer sogleich das Anrücken des Feinesallen Quartieren bekannt macht.
II. Theil