n8 ' ii. Theil. M. Hauptstück.
um die nöthige Erde zur Brustwehr zu gewinnen, welches«lies im IX. Hauptstück gezeiget wird.
H. ri2. 5) Was die Größe der Werke betrist,richtet sich selbige nach der Stärke der Besatzung; gemeini-glich bestimmt der General die Stärke der Besatzung, nachwelcher die Werke eingerichtet werden müssen, zuweilen aber,besonders bey kleinen Posten,, überläßt er es auch demgenieur, da sich denn derselbe desto mehr vorsehen muß, da-mit die Werke nicht weitlauftiger werden, als die Armeeoder Corps, dessen Stärke einem doch allemal bekannt sey"muß, zu besehen und zu vertheidigen im Stande ist.
§. 2lz. 6) Es ist von großem Nutzen, und zur g"*ten Verschanzung eines Postens fast unentbehrlich, daßman sich beym ersten Entwurf derselben alle mögliche Arte"des feindlichen Angriffs vorstelle, und seine Vertheidigungdarnach einrichte. So bringt man z. B. da, wo man denAngriff feindlicher Reicerey zu befürchten hat, Wolfsgrubenund eingeschlagene kurze Pfähle an, den feindlichen Battt«rien stellet man starke, und dem kleinen Gewehr schwäche^Brustwehren entgegen, welches alles in der Folge gezeigtwerden wird.
Der größte Vortheil, den man zu erlangen suche"muß, ist dieser: den Feind im Marsche oder Anrücken auf-zuhalten, besonders wenn er unter unserm Feuer anrücke",sich formiren oder aufmarschiren muß. Dieses kann durchWolfsgruben, Graben, gefällte Baume, hohle Wege,Zäune, spanische Reiter, Schlagbäume und dergleichen ge'schehen, nur müssen diese Verhinderungen so eingerichtetseyn, daß sie den Feind nicht vor unserm Feuer decken ovckverbergen.
H. 214. Auf steilen Bergen, bey deren Ersteigungher Feind nicht feuern, auch dessen Geschütz die unstilst"nicht bestreichen kann, finde ich die
eigentliche Verschanz""»