iz6 n. Theil. VI. Hauptstück.
oder vielmehr die Achse der Seele desselben, mit dem i"beschiessenden Gegenstände eine gerade Linie macht, liegtnun der Gegenstand höher, so ist der Kernschuß steigend,zmd liegt er niedriger, so ist er fallend. Diese Schuldsind allerdings die stärksten, und man rechnet nach ihne"die Weite, in welcher man mit Würkung etwas beschißsen kann. Da aber die Kugel, theils weil sie sich wege"ihrer eigenen Schwere nach dem Mittelpunkt der Er^neigt, theils auch aus physikalischen Ursachen und Wür*kungen der Luft, welches hier zu erklären zu weitläuftiAfallen würde, niemals eine vollkommne gerade Linie be«schreibt, ob gleich ihre Abweichung, in kurzer Weile, so"unmerklich ist, so muß man das Rohr um so höher rick*ken, je weiter die Kugel gehen soll, dieses aber kann vo"I bis 45 Grad geschehen, welches die höchste Weitegiebt, welche mit dem Geschütz zu erreichen möglich ist'Alle diese Schüsse nennet man Bogenschüsse; Sie sindweder so gewiß, noch kräftig, als die Kernschüsse. Wen"das Stück nur um l Grad erhöhet ist, so nennet nia"dieses den Visirschuß, welchen man noch zu den Horizo^lasichüsien zählet, ja welches bey großen Weiten der e»gentliche Hvrlzvntalschuß ist, denn weil sich, wie obensagt, die Kugeln in etwas senken, so wird man, wen"man blos horizontal, nemlich so gerichtet hätte, daßSeele des Stücks mit dem Horizont parallel läuft, ul"etwas zu kurz schießen; Dergleichen, nemlich Horizo»^tal-und Visirschüsse, werden auch rasirende genennet»Diese Schüsse sind die allerbesten und stärksten, sie grast"ganze Linien, und thun in Colonnen und Linien, die ni""in der Seite fassen kann, unglaublichen Schaden, ein ExelN*pel hiervon siehe H. 162.
§. 2tz. 2) Steigende Schüsse sind, wenn manStück einfallen laßt, daß also dessen Seele mit dem sche^baren Hy izont einen Winkel von i bis 45 Gra^"mackt. Man verwechselt sie gemeiniglich mit dengenschüssen, ich nehme sie aber hier in dem Verstände, ^