1-4
die — dem alten Jahrzeit.Buche von Bern angehängte —lLroniea äö Lei-no, welche durch Ulrich Phunt, deutschenOrdens Bruder und CustoS an der Leurkirche zu Bern ,wahrscheinlich im Jahr 1Z2Z verfertigt worden und überdiesen Gegenstand das älteste, bisher bekannte Original-Dokument ist; 2 ) durch dieses Bruchstück belehrt, und zugleichJustingerS Chronik, nebst der Schillingschen Handschrift,benutzend, wagt es der Verfasser, die Schlacht am Donner,bühl genauer, als bis jetzt geschehen, zu beschreiben,und zu beweisen, daß solche mit dem Streit im Jammer,thal nur eine und — unter verschiedenen Umständen zwar—-die nämliche Waffenthat gewesen ist; den Anlaß dazu müssenwir jedoch etwas weit herholen, und einige frühere, gewis.sermaßen damit verknüpfte Begebenheiten vorausschicken.
Nach dem völligen Abgänge des trefflichen Kaiserstammesvon Hohenstaufen, welcher — nebst andern großen Regenten—auch den unserer Dankbarkeit so würdigen Kaiser Friedrich il.^)hervorgebracht hatte, bestieg, am Ende eines unruhigen undfehdevollen ZwischenreichS, ein neuer Held aus deutschemBlute, Rudolf von Habsburg, den Thron der Cäsaren; dieserFürst bezeigte sich anfänglich dem aufkeimenden BernerschenFreistaate nicht ungeneigt; die Berner traten — bald nachseiner Thronbesteigung — aus dem Schutze des Grafen Philipp
Herr von Mülinen von Laupen (nunmehr Schultheiß derStadt und Republik Bern ) hatte schon im Jahr 1790 diefreundschaftliche Güte gehabt, dem Verfasser die ganze, diesesKriegsercigniß betreffende Stelle aus bcmeldter Handschriftmitzutheilen; das Original selbst befindet sich gegenwärtig aufder hiesigen Stadt-Bibliothek.
3) Kaiser Friedrich H- ertheilte, vermittelst der sogenannten gol-denen Bulle, der Stadt Bern (1217) so viele wichtige Frei-heilen und Rechtsame, daß man ihn billig für den zweitenStifter dieser Stadt ansehen und verehren kann; auch blieber den Bernern lebenslang hold und wohlgewogen.