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und sie in einer bangen Ungewißheit zu erhalten, so wurdenmehrere Demonstrationen gegen verschiedene Punkte ihrerGrenzen und längs der ganzen Fronte ihrer möglichen Stel-lungen verabredet, besonders aber gegen Unterwalden gerich-tet, und dieses Land dem Graf Otho von Strasberg, einemder besten östreichischen Feldherrn, im Schach zu halten auf-getragen, so nämlich, daß eine Abtheilung von 1Z00 Lu-zernern, Entlibuchern und Aargauern von Luzern aus zuWasser und zu Land gegen Nidwalden wirken sollte, währendStraöberg selbst, an der Spitze von st bis Looo Oberhaslern,Frutigern und andern Oberländern, über den Brünig nachObwalden einbrechen würde, um diesen Theil der Bundes-genossen zu beschäftigen, und zur Theilung ihrer geringenStreitkräfte zu nöthigen; mit dem Kern seiner Macht, seineskriegslustigen Adels und der Reiterei, zusammen aufi 5 ,ooobis 16,00» Mann gerechnet, wollte Leopold persönlich dieSchwyzer insbesonders noch eine Zeitlang über den wahrenAngriffspunkt im Zweifel lassen, sie dadurch auf'S Aeussersteängstigen, ermüden, verwirren, und solche alsdann raschund unversehens angreifen, — alles furchtbare Anstalten,welche zur Erreichung des Endzwecks, kleine Völkerschaftenmit Uebermacht zu erdrücken, unfehlbar beitragen mußten,wenn man in der Ausführung selbst nicht so blind und sinnlosgehandelt hätte.
Ueber die eigentliche Stärke des östreichischen Heeres sind dieAngaben sehr verschieden, Tschudi setzt dasselbe — wohl zugering — nur auf 9000 Mann, wobei aber die Seitenabthei-lungen gegen Ob- und Nidwalden schwerlich mitgerechnetsind. Andere Schriftsteller setzen Leopolds Kriegsmacht, womiter selbst am Morgarten den Kürzern zog, — gewiß allzuhoch —für sich allein auf 20,000 Streiter. Wir begnügen uns indessen,wie Zoh. v. Müller, mit der Mittelzahl von 1L bis 16,000 M.für das herzogliche Heer, die Unterwalden bedrohenden Völkernicht mitbegriffen.