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Darstellung der merkwürdigsten Schweizer-Schlachten vom Jahr 1298 bis 1499 : nach den Grundsätzen der Strategie und Taktik beschrieben von / Franz Ludw. v. Haller von Königsfelden
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2 Geßler, nahe Verwandte desjenigen, welcher die Urner«nd Schwyzer so abscheulich bedrückte, und an Teils tödten-dem Pfeil sein Leben verblutet hatte, und Beringer vonLandenberg, vermuthlich der schändliche Bedränger vonUnterwalden, den die Retter deS Landes mit Lift, als ervon Rotzbcrg zur Kirche ritt, gefangen auf die Grenzegeführt und ihn daselbft Urfehde : die drei Waldftätte niemehr zu betreten, hatten schwören lassen, und noch eineMenge von minderm Adel und Edelknechten aus dem Aargau und andern anstoßenden Ländern der Herrschaft Oestreich, imGanzen wenigstens 1500 Reisige, ohne die im Aegeri -SeeErtrunkenen; beinahe eben so stark war die Einbuße des Fuß-volks, zusammen also gewiß Z000 Mann. Allen denjenigen,welche hier Jemand von den Ihrigen betrauerten, gaben dieEidsgenossen nicht nur freies Geleit, um solche vom Schlacht-felde abholen und in ihrer Heimath beerdigen zu können,sondern sie trugen auch die möglichste Sorgfalt für die gegen-seitigen Verwundeten, welche man daselbst noch lebend antraf;ihnen war dagegen eine beträchtliche Beute an Pferden, kost-baren'Waffen, Ritter- und Pferde-Schmuck in die Händegefallen, und endlich bekamen sie 10 feindliche Banner, unddas alles mit dem unbedeutenden Verluste von nur 15 Todten»^)worunter einer von den Geächteten war, aber mehrere Ver-wundete. Unter jenen wenigen Todten befanden sich drei derkühnsten waldstättischen Anführer, Conrad von Beroldingenund Heinrich von OSpenthal, beide Ritter, aus Uri, und

3b) Wenn man nicht die Einstimmigkeit der sämmtlichen schweizer-schcn Geschichtschreiber und das tiefe Stillschweigen des Gegen-theils für sich hätte, so wäre es allerdings erlaubt, an der äusser-ordentlichen Kleinheit deS eidSgenösstschen VerluüS bei Morgar-ten zu zweifeln, und solche wenigstens für romanhaft zu halten.

R) Diese uralte Familie blühte noch seither, theils in Uri selbst,theils aber hat sie im Auslande, besonders an den Höfen vonWien und Stuttgart , ihr Glück gemacht, und führt hierden Grafen-Titel.