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Darstellung der merkwürdigsten Schweizer-Schlachten vom Jahr 1298 bis 1499 : nach den Grundsätzen der Strategie und Taktik beschrieben von / Franz Ludw. v. Haller von Königsfelden
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Anlehnungspunkte werden; die zum Kriegführen am meistentauglichste Landschaft diesseits dem Jura hingegen war aller-dings die Waadt . Hier konnte ein aus Burgund eingerücktesHeer sich am leichtesten ausbreiten , sich mit Proviant undFütterung am bequemsten versehen und nach Befinden gegendie innere Schweiz vordringen; besonders war dieses in jenerZeit der Fall, da das ganze savoysche Haus, zu welchemauch der Bischof von Genf und Graf Jakob von Nomontgehörten, die Burgunder heimlich und öffentlich mit Rathund That unterstützten, welches Betragen ihrer Herrschaftdie Waadt mit Gut, Blut und schweren Lieferungen (dieöfter» Brandschatzungen an die Schweizer ungerechnet) auchtheuer genug büßen mußte.

Herzog Karl von Burgund hatte das Jahr 1475 theilsmit Unternehmungen gegen den Herzog Renat von Loth-ringen, als einen ihm widerwärtigen Fürsten und Anhängerdes Hauses Oestreich und der Schweizer , zugebracht, undihn von Land und Leuten vertrieben, theils aber hatte erüberall neue Kriegsrüstungen angestellt und eine große Machtzusammengezogen, um sich an seinen Feinden auf das nach>drücklichste zu rächen; erst im Anfange des Jahrs 1476 warer mit seinen Rüstungen ganz fertig geworden, und standan der Spitze eines Heeres, welches sammt dem Troß auf100,000 Mann gerechnet wurde, und eine ungeheure MengeArtillerie, Gepäcke und Wagen mit sich führte; Karl selbstbrach am 11. Jänner von Naney auf, traf am 22 . gleiche»MonatS zu Besarieon ein, gieng aber am 6. Hornung schonwieder von hier ab und bereiste die Schweizer , und Waadt-länder-Grenzen, wo seine ganze Macht sich versammelt hatte.

Die Absicht des Herzogs von Burgund war zuerst dahingerichtet, mit seinem Heere durch den Paß bei Joux, Verrstreund St. Sülpi in das Neuenburgische einzubrechen; er ließdarum denselben von einem starken Detaschemem, aus Reitereiund Arquebüsierern bestehend, unter dem Freiherr« vonChateauguyon, rekognoszieren; dieser fand ihn jedoch st