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Schaafen vor einem wissenden Wolf; Herzog Karl tobteund schäumte vor Wuth / wie ein angeschossener Eber, undda weder Verheißungen noch Drohungen etwas fruchteten,so hieb er selbst einige von den feigsten Flüchtlingen zusammen,Alles jedoch umsonst. Tausende rissen Tausende mit sich fort.Er selbst, der Kühne, wurde vom Strome gleichfalls dahin-gerissen, und die Furcht unter den Burgundern war so groß,daß sie nicht einmal in ihrem vortheilhaften und mit vielemGeschütze bespickten Lager jenseits der Arnon Stand hielten,sondern Alles im Stiche liessen, und ihr Heil nur in derSchnelligkeit ihrer und ihrer Rosse Beine suchten; hiezutrugen die Schweizer , welche nie keine goldene Brücken-bauer waren, das Ihrige bestmöglichst bei, konnten aber,unerachtet aller Anstrengungen (welche so groß waren, daßder Bannerträger von St. Gallen , sammt einigen andernvon den Verfolgenden, in vollem Laufe athemlos und todtdahinstürzte), kaum die hintersten Feinde erreichen, derensie indessen mehrere tödteten, und mußten endlich, wegenMüdigkeit und Entkräftung, noch diesseits Montagni Haltmachen und, so gut sie konnten, ausruhen.
Wenn die unzweckmäßige Anwendung der Cavallerie eineHauptursache der burgundischen Niederlage bei Granson ge-wesen war, so verursachte hingegen der Mangel an derselbenoder ihre Entfernung vom Heere, daß die Eidsgenossen ihrenleichten und unblutigen Sieg nicht hinlänglich benutzenkonnten. Die wenigen deutschen Reiter, welche bet denSchweizern sich befanden und zum Nachtrabe gehörten,waren, wie schon weiter oben erwähnt, noch am nämlichenMorgen auf die Fütterung ausgeritten, und wußten also vonkeinem Treffen etwas, und als sie, auf den ersten Lärm da-von, eiligst zurückkamen und Befehl zum Vorgehen erhielten,waren die flüchtigen Burgunder schon eine gute Strecke weg;dennoch rückte die Reiterei so geschwind vor, als es dasschwierige Terrain, die engen Wege und andere Hinder-visse nur immer erlauben wollten; sie jagten in völligem
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