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Eigenthümlichkeiten der mannichsaltigm Völkerschaften,die sich zu verschiedenen Zeiten in Helvetien niederließen,haben unstreitig von jeher viel zur Verhinderung des inni-gen Zusammenhaltens der Schweizer beigetragen', dochkann man ihnen Tapferkeit und Vaterlandsliebe, Frei-heitsstnn und Bärgerstolz, Redlichkeit, Treue, Beharrlich-keit und Kunstsinn wahrlich nicht absprechen, wenn auchin spä'eren Zeiten die zahlreichen bei der Armuth des Lan-des zum Theil nothwendigen Auswanderungen in fremdeKriegsdienste nicht immer wohlthätig auf ihren Charaktereingewirkt haben mögen.
Seit vielen Jahrhunderten thaten sich die Schweizer in Künsten und Wissenschaften sehr hervor, ihre höherenStände sind durchgehends gebildet, und zu Bern, Basel ,Zürich, Schafhausen, Aarau und Lausanne , werden die mathe-matischen und historischen Wissenschaften vorzugsweise gelehrt.Im nördlichen Theile der Schweiz herrscht die deutsche, imsüdlichen Theile, die französische, im Kanton Tcssin, dieitalienische, und in Graubünden , die romanische (wäl»sche) Sprache. Der Kunststeiß ist in Basel, Zürich ,Genf, St. Gallen und Neuschatel in der höchsten Blüthe,wogegen in Bern, Lucern, Freiburg, Solothurn , imThurgau und im Waadlande Viehzucht und der Pro- ^duktenverkehr den Wohlstand der Einwohner begründet.
Kriegsmacht. ,
Hinsichtlich des Kriegswesen- bildet der Freistaatein Ganzes; nur die Stamme für ein stehendes He» sindvorhanden, welches, im Fall eines Krieges, nach einemgewissen Verhältnisse von den Kantons ergänzt wird. Nachder neuesten Kriegsverfassung ist jeder waffenfähige Schwei-zer dienstpflichtig. Aus der gesammren Mannschaft wirdder erste Bundesauszug (gewöhnlich von Zv,oooMann),die eben so starke Bundesreserve, und endlich die Land-wehr (bis soo.oon Mann) gebildet. Bei Ausbruch ei«Ner Krieges rückt zuerst der Auszug von jeder Waffen-gattung jn's Feld; ihm folgt, nach Maßgabe des Be-dürfnisses, hie Reserve, und endlich, im Fall einesländlichen Einbruchs, die Landwehr. Die auswärt-"Nrnden Schweiz»-Soldtruppm werden geworben.
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