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Militairisches Taschenbuch zum Gebrauch im Felde / aufgesetzt von G. Scharnhorst
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15
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Patrouillen.

»Z

»orber durchgesucht zu haben, passirte. Da« Detaschementdes Major von Scheither lag in einer Scheure so lange ver-steckt, bis die Patrouille sie passirt, und in einer engenStraße war. Hier fiel er derselben in Rücken und bekamsie nebst dem Officier, der sie führte, gefangen.

Dies giebt die Regel:

Erstlich man muß, wenn eS möglich, um die DörferWeggehen und sie nur durch einen detaschirten Trupp absu-che» lassen.

ZweytenS man muß, wenn man sie zu passiren gezwun-gen ist, jede Scheure w. vorher durchsuchen lassen, odertheilweisc durch dasselbe gehen.

H. i6.

Auch bey der größten Wahrscheinlichkeit, baßder Feind nicht ;u erwarten sey, muß keine Regelder Vorschrift vertlln,r werden.

Die« erfuhr der hessische Jägerhauptmann von Ewald,als er 1777. im amerikanischen Kriege von Bariton-Lan»ding aus eine Patrouille in der Nacht machen sollte, um zusehen, ob der Feind das Defilee zu Boundbrück noch besetzt,hatte. Er hatte 10 Jäger und »0 Dragoner. Mit denJägern besetzte er ein Defilee, welches er auf dtm Weg»passirte. Mit den Dragonern umging er eine Plantage,wo der Feind bisher einen Posten hatte. Da er diesenpicht fgnd, glaubte er, der Feind habe diese Gegend ver-lassen, Und näherte sich mit geringerer Vorsicht einer an-der» Plantage, die er noch passiren mußte, ehe er das zurecognoscircnde Defilee erreichte. Hier bekam er unerwar-tet eine Salve von 20 bis 50 Mann. Hätte er, wie erselbst bemerkt, erst den Besitzer zu sich holen lassen, ehe e»sich genähert: so wäre die ganze Patrouille nicht dem Feuerausgesetzt gewesen, das glücklicherweise in der dunkelst

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