Buch 
Militairisches Taschenbuch zum Gebrauch im Felde / aufgesetzt von G. Scharnhorst
Entstehung
Seite
17
JPEG-Download
 

Patrouillen.

r?

-r Nachdem er einige Meilen zurückgelegt, und überall,unter andern von einem katholischen Prediger erfuhr, daßder Feind sich nicht iy dieser Gegend aufhalte, entschloß ersich, in einem kleinen Walde zu füttern.' Ein Dctasche-ment Lstehrcichifcher Husaren rmv dje'^Eürassicre von.iHe»henzollern, welche in einem Dorfechuiter einem nahen Ge-hölze verborgen standen, erhielten hievon Nachricht, über-fielen ihn und hoben ihn gänzlich auf.

Hätte Hr. Emmerich nur die HÄlfts füttern lasscn'undWedelten ausgestellt, oder hätte er in' einem Orte, wo erverdeckt gestanden und um sich'sehen konnte , gefüttert: sowürde er diesem Unglücke entgangen, feyu,^

, i. ö» 19».

De? grössor» und weit ausgehenden Patrouillenwird durchaus erfordert, daß die größere Patrouillein Mehreren Rleincr» vorgehe, und daß der Ofstcicrdiesen die «verter, wenn auch nur nach der üandchar-te bestimme, auf die sie zugehen.

Als im Februar 1758- der Oberste polerczk? vonStöckendrebber, wo er mit zoo Pferden lag, eine starke Pa-trouille .in. die Gegend von Ahldcn und Rethcm schickte,wurde er dadurch überfallen, daß die ganze Patrouille eine»Weg auf Hören nahm, und die Preuße», welche in ebendieser Zeit vo» Ahldcn in Güten ankamen, nicht wahr-nahm. Hätte man einen Unterofsicier auf Norddrcb,her, Gilren, Grekhen u. s. w. gehen lassen, währenddie Hauptpatr. über Suderbruch, ttcunhagen undHöeneu gegangen wäre, so hätte man die preußischen Husaren

tiewiß entdeckt.,