Buch 
Militairisches Taschenbuch zum Gebrauch im Felde / aufgesetzt von G. Scharnhorst
Entstehung
Seite
327
JPEG-Download
 

»27

Angrif der Schanzen.

Kretern und Leitern bey sich, um die Pattsaden weg»iuräumen rc. Feuert man bey diesem Angrif, so istalles verloren; man lasse daher die Schüsse vorherl ausziehen.

c) Bey eurem förmlichen Angrif wird di»Schanze vorher bey Tage mit Haubitzen und Canonen^werfen und beschossen; man fährt dieselben alsdanna»f etwa goo Schritt von der Schanze auf und fängtNun an zu ricochettiren, so daß etwa der 3 te bis4 te Aufschlag die Schanze erreicht. Mit den Hau»bihen kann man auch aus dem Losten Grad Bombenhineinwerfen, deren Brandröhrcn so eingerichtet wer-den , daß sie crepircn, wen» sie die Schanze eben er?reichen. In diesen, Falle muß man sich aber derSchanze bis auf 7oo Schritt, und wenn kein schweresGeschütz darinn, bis auf 500 Schritt nähern. Znjedem Falle muß man, wenn man feindliches GeschützSegen sich hat, die Canonen und Haubitzen 5 c> Schrittvon einander entfernen.

Hat man einige Stunden mit mehrern Geschützendie Schanze beschossen: so nähert man sich ihr mit denjerstreueten Canonen, wenn sie Artillerie hat, bis auf600, sonst aber bis auf 4.00 Schritt, und feuert nunMit Kartätschen so geschwind als möglich. Man thutWenigstens -o bis Zo Kartätschschüsse aus jedem Stück,Und so wie diese kaum geschehen, greift die Infanterie,die bisher dem Geschütze zur Seite, rückwärts auf gooSchritt von der Schanze stand, die Schanze in so vielAbtheilungen, als sie Seiten hat, von allen Seite»