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zwecke beständig drei bewaffnete Fahrzeuge,welche immerfort gegen sie kreuzen, obgleichdiese Aufopferungen von der Chinesischen Regie-rung nur schlecht erkannt werden. Eins vondiesen Portugiesischen Fahrzeugen haue un-längst ein grofses Räuberboot, an dessen Bordeiner von den Haupt-Chefs sich befand, nach ei-nem verzweifelten Gefechte, in welchem dieganze Besatzung der Chinesen bis auf 4o Manngeblieben war, genommen, und nach Macao ge-bracht. Die Gefangenen wurden sogleich öffent-lich hingerichtet, und der Statthalter erliefs beidieser Gelegenheit ein Edict, in welchem gesagtwird, dafs die Chinesen diese Prise genommen,ohne der Portugiesen zu erwähnen, obgleichjene gar keinen Antheil an dem Gefechte gehabthatten, und diesen die Ehre, das Schiff genom-men zu haben, ausschliefslich gehörte. Dafs dieRebellen noch keinen Versuch auf Canton ge-macht haben, verdankt die Chinesische Regie-rung auch wohl nur den in der Nahe liegendenEuropäischen Schiffen. Einige Wochen vor un-serer Ankunft waren sie nicht weit von Whain-poa gelandet, und hatten eine kleine ütadt, nach-dem sie sie geplündert, in Asche gelegt. Nurdiejenigen Orte, welche ihnen Tribut zahlen, densie alle 6 Monate eincassiren, werden von die-sen Räubern verschont. Auch die Eigentümervon Chinesischen Handelsschiffen zahlen eine•jährliche Abgabe, wogegen sie Passe erhalten,welche toa allen verschiedenen Banden dieser