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Hat der Mond Einfluss auf die Witterung und andere irdische Verhältnisse?
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Wolkendecke es gethan hätte. Zu dem nämlichen Zweck pflegenauch die Gärtner im Frühjahr zartern Pflanzen und Spalier-bäume mit Strohmatten, Tüchern, Makulaturbogen, rc. zubedecken. Diese Bedeckung hat nicht zum Zweck die vermeint-liche Mondkälte von den Pflanzen abzuhalten, sondern dieAusstrahlung der Wärme nach dem nebel- oder wolkenlosenLuftraum zu verhindern.

Der Mond zertheilt die Wolken! So geht die Sagenicht nur bei unserm Volke, sondern auch anderwärts.*) DieWolken wie die Nebel kommen und gehen. Wenn bei demVerschwinden der Wolke zugleich der Mond scheint, so hörtman sagen:Der Mond hat die Wolken zertheilt oder ver-jagt," und dabei berufen sich die Leute wieder auf die ver-meintliche Erfahrung. Man hat nämlich gleichzeitig zwei Er-eignisse wahrgenommen: das Verschwinden der Wolken undden Mondschein; allein man hat gewiß nicht wahrgenommen,daß der Mond es ist, welcher die Wolken verscheucht hat, oderwie hat er denn dieses Geschäft verrichtet? Einige Personen,welche auch schon gründlich über die Sache nachgedacht haben,sagen uns:Der Mond sendet gegen die Erde die von derSonne empfangenen Strahlen, welche nicht nur Licht-, son-dern auch Wärmestrahlen sind; die Wolken, auf welche sietreffen, werden dadurch erwärmt, ausgedehnt, unsichtbar undverschwinden. Diese Erklärung scheint auf den ersten Blick sehrannehmbar, obwohl sie im Widersprach steht mit der oben-erwähnten Meinung, daß der Mond uns Kälte und Reif zusende.

Wir sind ganz damit einverstanden^ daß die Wolken durchdie Wärme verscheucht werden, aber nicht einverstanden, daßdiese Wärme von dem Mond herkomme; denn es ist That-sache, daß die Wolken sehr oft verschwinden, wenn auch derMond nicht scheint; dieses geschieht durch die Sonnenwärme

*) Die Franzosen sagen: lls, Inns wan»6 lss nnagos.