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ner Handschrift der upsalenser Bibliothek, welcheerst in neuerer Zeit aus verschiedenen Bestand-theilen zusammengebunden zu sein scheint. Da-rin sind zwei Verhandlungen d. d. Heilsberg22. Sept. 1526, beziehungsweise b. d. BartensteinMontag nach Yisitationis LIarie 1528, wel-chen Copernicus als Zeuge beiwohnte. Außerdem2 Gutachten, von Tabellen begleitet, für dasDomcapitel zu Ermland vom Jahre 1531 über— lachen Sie nur nicht — über das Gewichtdes Brodes, welches bei einem bestimmten Preisedes Scheffels Getreide für 6 oboli geliefert wer-den muß. Auch hier zeigt sich der exacte Mathe-matiker, denn er fordert am Ende: „In quibusownibus exacta fiat trutinatio non cum aus-schlag, ut solent mercatores, quoniam nonmercaturam, sed certura modum requirimus.“
Bon den sonst in den Analecta Varmien-sia Hipler's verzeichneten Büchern der Dombi-bliothek zu Frauenburg habe ich noch gefunden:
1. Kai end arm tn Johannis de Montere-gio. Darin Vieles von Jemand, der sowohl1500*) als 1538 in Rom war, zum Theil inChifferschrift. Obwohl der Verfasser verheirathetwar, so ist doch unzweifelhaft, daß er ermlän-der Domherr gewesen.
2. Euclierii Lucubrationes, Basel 1531,angebunden Angelomus ennarr. in quatuor 11-bros Begrün. Coloniae 1530.
3. Opera Fulgentii Aphari, Ungenau1520. Angebunden Alberti Pii Corporum Co-mitis in locos lucubr. Erasmi, Yenetiis (lunta)1531.
4. Moralia Sancti Glregorii. Basel 1503.
5. Concordantiae maiores Bibliae. Argen-tine 1530. In diesem Bande stehen eine Reihe
*) Es ist hier die Beobachtung der Mondfin-sterniß vom o. November 1500 angemerkt, welche auchCopernicus in seinem großen Werke notirt hat.