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Neue Copernicana aus Upsala. Vortrag gehalten im Copernicus-Verein für Wissenschaft und Kunst zu Thorn am 4 Mai 1877 / von M. Kurtze
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ner Handschrift der upsalenser Bibliothek, welcheerst in neuerer Zeit aus verschiedenen Bestand-theilen zusammengebunden zu sein scheint. Da-rin sind zwei Verhandlungen d. d. Heilsberg22. Sept. 1526, beziehungsweise b. d. BartensteinMontag nach Yisitationis LIarie 1528, wel-chen Copernicus als Zeuge beiwohnte. Außerdem2 Gutachten, von Tabellen begleitet, für dasDomcapitel zu Ermland vom Jahre 1531 über lachen Sie nur nicht über das Gewichtdes Brodes, welches bei einem bestimmten Preisedes Scheffels Getreide für 6 oboli geliefert wer-den muß. Auch hier zeigt sich der exacte Mathe-matiker, denn er fordert am Ende:In quibusownibus exacta fiat trutinatio non cum aus-schlag, ut solent mercatores, quoniam nonmercaturam, sed certura modum requirimus.

Bon den sonst in den Analecta Varmien-sia Hipler's verzeichneten Büchern der Dombi-bliothek zu Frauenburg habe ich noch gefunden:

1. Kai end arm tn Johannis de Montere-gio. Darin Vieles von Jemand, der sowohl1500*) als 1538 in Rom war, zum Theil inChifferschrift. Obwohl der Verfasser verheirathetwar, so ist doch unzweifelhaft, daß er ermlän-der Domherr gewesen.

2. Euclierii Lucubrationes, Basel 1531,angebunden Angelomus ennarr. in quatuor 11-bros Begrün. Coloniae 1530.

3. Opera Fulgentii Aphari, Ungenau1520. Angebunden Alberti Pii Corporum Co-mitis in locos lucubr. Erasmi, Yenetiis (lunta)1531.

4. Moralia Sancti Glregorii. Basel 1503.

5. Concordantiae maiores Bibliae. Argen-tine 1530. In diesem Bande stehen eine Reihe

*) Es ist hier die Beobachtung der Mondfin-sterniß vom o. November 1500 angemerkt, welche auchCopernicus in seinem großen Werke notirt hat.