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Die Ursache des Einschlagens vom Blitze : nebst dessen natürlichen Abwendung von unsern Gebäuden ... / von J. A. H. Reimarus
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Erste Erhruurrgvstunde. 47

higkeit, das ist, um die eigene Werkgcrechtigkeit,da man spricht: ich gehe in die Kirche, zum Abend-mahl, thue den Armcn Gutes u. d. Diß »naß erdem Menschen erst zu erkennen geben und recht zurSünde machen, indem er ihm zu erkennen-giebst,daß er auch diese an sich gute Werke aus unhciligenAbsichten vollbracht, und sie also in Sürrde ver-wandelt habe. Ferner, daß er, Jesus, zum Va-ter gehe, daß er eine Gerechtigkeit erworben, undendlich um das Gerickre, daß der Fürst die-ser Welt rzeric^ret ist, und mqn doch sagt; pondem und jenem kann ich nicht lassen, ich kann sspicht leben, es ist nicht möglich, der Satan hat ei-ne gar zu grosse Gewalt über mein Herz, gleichsam,als ob der Teufel von dem Herrn Jesu nicht wcheüberwunden und besiegt worden.

Sehet, das ist der Anfang, der in der Seelemuß geleget worden, wenn ein Mensch soll zut Ver-siegelung kommen, ncmlich, -er heilige Geist mußihn dahin bringen, daß er sich fühlet und findet alrWen verfluchten, verdammungswürdigen Sünder,per nichts Gutes an sich hat, dessen alle eigene besteWerke vor Gott verwerflich sind. Fragt, ihr See»ken, warum ist denn das nöthig, wen« MLN sollversiegelt werden durch den heiligen Geist?

, Ach liebet McnHH, si, lange du dazu nichtkömmst, beugst du dich nicht vor dem HeN n Jesuund läßst dem heiligen Geiste nicht einmal 'Platz mdir, suchst nicht Gnade und Barmherzigkeit; dudenkst, du kanst dir wohl helfen, du kanst den lie-ben Gott doch wohl deine Sünden selbst versöhnen,-du denkst, du kanst wieder zur Beicht und Abend-