»4t Fünfte Etbammgeftünde.
AcrSits aus Gottes Wort hat kund werden lassen;wenn es nun also.bis auf diese« Grad steiget, mußder heilige Geisti-aus der Seele, weichen, cr.karlNsowenig/ alsTaubcn, bey Stank undMist, beysolchem teustischrn Unstath, bey'solchen Ausbrüchender greulichsten Sünden, in solchen. Seelen längerwohnen und bleiben. Ob gleich der reine undheilige Geist noch so gemein den Seelen bliebe, so.zerstöhren sie ihm doch seinen Tempel und Haus,Las er sich im Herzen gcbauct hat, und mliß er noth-wendig ste wiederum verlassen, - vermöge seiner .Hei-ligkeit. Das ist dicletztc Sküsse/ wodurch der hei-lige Geist aus dmi Herzen vertrieben wird, ob ergkich vorher ihr -liebster Herzensfreund und Ver-trautester gewesen, der in ihnen gewöhnet, gewan-delt, ihnen beygestanden, ste erquicket, getröstet, undalles gethan, was nur zu ihrer Seligkeit hat warbeytragen können.
Ich muß. aber auch hierbey noch zeigen: daßSeelen nicht nur den heiligen Geist betrüben durchUngebührliches Verhalten gegen ihn selbst, son-dern, daß man auch den heiligen Geist betrüben kantHwenn man sich ungebührlich bezeuget gegen die See-len, in denen er wohnet. Und da gicbte den»«dermal verschiedene Arten des. ungebührlichen Ver-haltens. Man bezeuget sich übel gegen Seelen, indenen der H. Geist wohnet,wenn man ste übel wa-rntet, verspottet, verwirft, verlästert, deßnimmt sich der heilige Geist an, als wenn es ihmselbst geschahe. Man greift nicht sie, sondern denheiligen Geist und sein Werk an. Man betrübetferner den heiligen Geist, wenn man sich ungebühr-