Band 
Zweiter Theil, Zweite Abtheilung.
Seite
267
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Während imsers Aufenthalts auf der Rhede von Kopenhagen , halten wir das Glück, Se.Königliche Hoheit, den Prinzen FerdinandFriedrich, hei uns zu sehen, welcher in Ge-sellschaft seines Gouverneurs, des Lieutenantsvon der Flotte, Bardenfleth, und des Kam-merlierm B ü 1 o w, bei einem sehr starken Windeauf einer offenen Schaluppe zu uns an Bord kam.Ich empfing den Prinzen mit allen Ehrenbezeu-gungen, die einer Person von so hohem Rangezukommen, und wurde eben so sehr von derLiebenswürdigkeit dieses jungen Prinzen, als vonder edlen freien Art, mit welcher sein Gouver-neur mit ihm umgeht, eingenommen. Der Prinzsoll sich der Marine widmen, und man hatte ihmaus diesem Grunde den Lieutenant Barden-fleth, einen sehr geschickten Seeofficier, zumGouverneur gegeben, der ihn gewifs zu einemguten Seemann erziehen wird.

Den 6. August, Morgens um 7 Uhr, verliefsenwir Kopenhagen , und nach einer ungewöhnlichlangen Fahrt von 13 Tagen kamen wir den 19.Angu«t neuen, oder den yten alten Stils, nacheiner Abwesenheit von 3 Jahren und 12 Tagen,glücklich auf der Rhede von Cronstadr an.

Während dieser Zeit hat die Nadeshda vonihrer Ekipage nicht einen Mann verloren *).

*) Nur allein der Koch des Gesandten starb im An-fänge der Reise auf derselben. Der Tod dieses Mannes