2/0
HMchdeme sink einiger Zeit theilsvon den Pofthaltem auf der Routenach Italien wegen allzu beschwerter Ladungtheils von dem Lobl. Kaufmännischen Publicowegen saumseliger Spedition der von hier ausüber den St. Gotthardsberg den diesseits bestell-ten Welschen - oder Berg - Bötten aufgebendenPaqueten, verschiedene Klagten und Beschwer-den verspürt und geführt worden; so bat einLöbl. Kaufmännisches Directorinm bey jüngsterpersönlichen Auherokunft der besagter! Böttenhierüber eine gründliche Untersuchung veranstal-tet; Uns welcher dann sattsam erhellet hat, daßdreseres Bottenwesen keineswegs als eine fürRechnung des hiesigen Postamts eingerichteteMenagerie, sondern einig und ursprünglich alseme um Acceleration der hiesigen ItaliänischenCorresvondenz eingeführte geschwinde Post anzu-sehen seue, durch welche nur allein nebst den Brie-fen die Geld - Grovs, niemals aber Paqueter inItalien spedirt worden; daß aber bey angewach-senem Commercio die Mitführung der Paqueter,von obigen! ursprünglichen Bottenwesen unab-hängig , den Berghütten auf ihren eigenen Risi-go ünd Kosten überlassen wurde; immittelst aberauf ihnen, den Bötten selbst, um so wenigereSchuld von Saumseligkeit und Vernachläßigunghafte, als sie von den Posthaltern zu jedem Rittnur mit einem einzigen Postpferdt versehen, öf-ters wider ihren Willen gezwungen sind, dieUeberladung in Mors liegen zu lassen, bis essich des Kostens lohnen mag, dieselbe entwederdurch einen Träger, oder durch die Säumer nachLugano zu fertigen, wobey ihnen, den Bötten,