Band 
Fünfter Band.
Seite
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wann die Krankheit lang angestanden, so wird das iwenige übrige Fett in ein gelblicht sulzichtes Wesen raufgelöst/ und das Fleisch stehet bleich und misfärbig >aus. An dem übrigen Eingeweide gewahrt man nicht lviel widernatürliches. i

Wann ein Vieh-Arzt wissen will/ wie wett es !mit dieser Seuche bey einem daran erkrankten Stuk ^Vieh gekommen seye, kann er solches durch folgen- ,den Hand-Griff entdecken. Er lege die eine Hand ^auf der linken Seite zwischen der Lassen und den Rib- jben/ und dte andere grad gegen über auf der rech- .ten Seiten stark auf; spühret er ein heftiges Klopfen ;auf der linken Seiten, so ist es ein Zeichen, daß der ,rechte Lungen-Flügel angestekt und aufgetrieben; stn- ^-et er aber, daß das Klopfen auf der rechten Seiten jstarker, so ist zu schließen, daß d-er linke Lungen- §Flügel sehr aufgeschwollen seye, und das Herz recht- ,wärts druke; ist endlich das Klopfen auf beyden Sei- .

ten schwach, so ist die ganze Lunge auf gleiche Art ,

angegriffen; und wann das eme oder andere in sehr §hohem Grad, so ist das Vieh schwerlich zu erretten. §

Es ist dte Ursach dieser Seuche schwer zu bestim- '

men, indem nicht nur Liehe, so den vergangenen '

Sommer über auf die Wayden getrieben worden,sondern auch Mast-Ochsen, die niemahls aus den ,

Ställen gekommen, davon ergriffen werden; weilen i

aber der Zunder zu dieser Krankheit lang verborgen ?

ligen kann, ehe ste zu ihrem völligen Ausbruch kommt, ,

so lehret doch die Erfahrung, daß ste begründt her- ,

zuleiten seye, theils von der stnt einigen Monaten i

sortdaurenden feucht nebltchten, die nöthigen Aus !

dünstungen verhindernden und dahero zu Verstopfun- ^

gen und davon abhängenden contagiosen Krankheiten '

Anlaß gebenden Witterung, theils und besonders vonden nassen Jahrgängen und daher aus ihren Ufern