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wann die Krankheit lang angestanden, so wird das iwenige übrige Fett in ein gelblicht sulzichtes Wesen raufgelöst/ und das Fleisch stehet bleich und misfärbig >aus. An dem übrigen Eingeweide gewahrt man nicht lviel widernatürliches. i
Wann ein Vieh-Arzt wissen will/ wie wett es !mit dieser Seuche bey einem daran erkrankten Stuk ^Vieh gekommen seye, kann er solches durch folgen- ,den Hand-Griff entdecken. Er lege die eine Hand ^auf der linken Seite zwischen der Lassen und den Rib- jben/ und dte andere grad gegen über auf der rech- .ten Seiten stark auf; spühret er ein heftiges Klopfen ;auf der linken Seiten, so ist es ein Zeichen, daß der ,rechte Lungen-Flügel angestekt und aufgetrieben; stn- ^-et er aber, daß das Klopfen auf der rechten Seiten jstarker, so ist zu schließen, daß d-er linke Lungen- §Flügel sehr aufgeschwollen seye, und das Herz recht- ,wärts druke; ist endlich das Klopfen auf beyden Sei- .
ten schwach, so ist die ganze Lunge auf gleiche Art ,
angegriffen; und wann das eme oder andere in sehr §hohem Grad, so ist das Vieh schwerlich zu erretten. §
Es ist dte Ursach dieser Seuche schwer zu bestim- '
men, indem nicht nur Liehe, so den vergangenen '
Sommer über auf die Wayden getrieben worden,sondern auch Mast-Ochsen, die niemahls aus den ,
Ställen gekommen, davon ergriffen werden; weilen i
aber der Zunder zu dieser Krankheit lang verborgen ?
ligen kann, ehe ste zu ihrem völligen Ausbruch kommt, ,
so lehret doch die Erfahrung, daß ste begründt her- ,
zuleiten seye, theils von der stnt einigen Monaten i
sortdaurenden feucht nebltchten, die nöthigen Aus !
dünstungen verhindernden und dahero zu Verstopfun- ^
gen und davon abhängenden contagiosen Krankheiten '
Anlaß gebenden Witterung, theils und besonders vonden nassen Jahrgängen und daher aus ihren Ufern