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Und eben deswegen ist Unserer Gnädigen Her-ren ernstlicher Will, daß die Vorgesetzten Achtung ge-ben, daß die Gemeindsgenossen nicht mehr Vieh un-terhalten, als dteselbtgen wohl zu überwintern ver-mögend sind, weil das Ueberstellen des Viehes Ursachist, daß man das ausgehungerte Vieh so frühe aufdie Weyde treibt, wo es mit dem schlechten, halbverfaulten Futter den Saamen zu allerhand Krank-heiten, sonderlich der Lungensucht, in sich schlucket.
Von Säuberung der Brünnen.
Dannelhtn solle auch auf die Brünnen und Tröge,daraus das Vieh getränkt wird, sorgfältig Acht ge-geben werden, daß solche beständig sauber und rein,auch mit gutem frischem Wasser versehen seyen, weilder Gesundheit nichts nachtheiliger als das Sauf-fen eines verfaulten und mlt allerhand Unreintgkeitenverdorbenen Wassers. Es sollen daher auch die Vtehe«Hirten verhüten, daß das Vtehe auf den Weydenaus keinen stehenden und verdorbenen Pfützen sauffe.
Von Uebertreiben und Erhitzendes Viehes.
Da man auch gewahren müssen, daß das Viehe,sonderlich im Sommer, zur Heu-und Ernd-Zeit,oder an benachbarten Orten zur Zeit der ZurzacherJahrmärkten, auf eine unvernünftige, höchst-schäd-liche Weise zu harter Arbeit angestrengt werde, wor-durch sie sich ungemein erhitzen, und nachher durchVernachläßigung mit begierigem Sauffen erkälten,welches schwere hitzige Krankheiten, sonderlich Milz-sucht, fliegenden Brand, u. s. f. nach sich ziehet,so wird alles Ernsts eingeschärft, dem Hornviehs mitallzubeschwerltcher Arbeit zu schonen,, und auf, dieErhitzung demselbigen in warmen Ställen sorgfältigabzuwarten, solches auch nicht ehender znm Trinken