Band 
Fünfter Band.
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durch Arbeit erhitzten Leib, und füraus den entblös-ten Kopf im Schlaf der Sonne auszusetzen, da dieheftigsten Kopfschmerzen / Schlafsüchten, Schlagflüffeund andere hitzige Krankheiten, ja plötzliche Todes-Fälle darauf zu erfolgen pflegen.

Ferner finden Wir nöthig, den Bauren die An-leitung zu geben, daß ste ihren Schnittern des TagSöfters, aber auf einmal nicht zuviel an Speisen undGetränken zukommen lassen; doch dieses nicht ausSparsamkeit zu thun, also daß, wo man in Uebunghat, den Schnittern eine gewisse Portion an Wein undLrodt zu geben, ihnen davon täglich nicht mehr zurSpeise gereicht werde, als sie zur Ernährung undSättigung nöthig haben, der Ueberrest ihnen aberbis nach Ende der Erndt aufbehalten werde, wo der-selbige von den meistens armen Schnittern in ihrenHaushaltungen mit ungleich grösserem Nutzen ange-wendet werde« kann.

Sodann werden die Schnitter, sonderlich die-jenigen, die vor Hunger und Mangel ausgezehrt wor-den, nachdrucksamst gewarnek, daß sie ihre lährenund gleichsam etngeschrumpften Mägen mit einmalnicht mit alkzuvielen Speisen überladen, indeme man,leider! nur gar zu viele Beyspiele hat, das« auf der-gleichen Ueberladungen tödtltche Ohnmachten erfolgetfind; oder wann dieses nicht geschehen, sehr beschwer-liche Blähungen und Drucken um das Herz entstan-den , die solche zur Arbeit untüchtig machen, undVerstopfungen nach sich ziehen, aus welchen gar leichtAuszehrungen und Wassersüchten entspringen. Nochschädlicher würde ihnen das Uebermaaß im Trinkenwerden, wordurch ihr ohnedem schlechtes Geblüt inWallung und zur Fäulniß gebracht wird, woraus al-lerley Arten gefährlicher hitziger Fieber, welche leichtansteckend werden, entstehen könnten.