Band 
Erster Theil.
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and die Bote alle aufgehoben hatten, lichtetenwir die Anker, und segelten mit der Newa nachHelsingör , wo wir Abends um n Uhr an-kamen. Bei Tages Anbruch wollte ich meineReise fortsetzen; ein sehr heftiger Sturm vonN W zwang uns aber, 6 Tage auf dieser Rhede zu bleiben. Am 15. September ward das Wet-ter wieder gut, der Wind WSW, folglichnicht ganz günstig; dennoch entschlofs ichmich, da die Jahrszeit so weit vorgerückt war,und jeder weitere Verzug die unangenehmstenFolgen haben konnte, unter Segel zu gehen.Um 6 Uhr des Morgens fingen wir an die An-ker zu lichten, um 7 Uhr salutirten wir imVorbeigehen das Wachtschiff und die FestungKronenburg mit 7 Canonen, welche Begrüfsungmit der nämlichen Anzahl von Schüssen erwie-dert wurde. Der Wind war ziemlich stark, uadder gröfste Theil unserer Gesellschaft litt schon▼on der Seekrankheit. Um 2 Uhr in der Nachtwaren wir nach meiner Rechnung schon ausdem Cattegat heraus *) ; weder der Leuchtthurm

) Herr von Löwenörn warnt in dem Memoire,welches seine Charte des Cattegats begleitet, ausdrücklich,sich nie anders, besonders im Herbst, ins Cattegat zuwagen, als wenn der Wind ganz südlich, sogar wenner östlich von Süden ist; aus dem oben angeführtenGrunde konnte ich indefs diese Regel nicht befolgen.