Band 
Erster Theil.
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Tag, sobald sich nur dio Flutli eingestellthatte, segelten wir von der Carreger Rhede mit einem frischen Nordwinde ab , der sich ineinigen Stunde»/ nach Osten zu drehete. Um8 Uhr Abends lag uns der Leuchtrhurm LizardNW 58 ° in einer Entfernung von 12 Meilen.Um 9 Uhr verloren wir ihn aus dem Gesichte,lind um 10 Uhr änderte ich meinen Curs vonSSW zu WSW. Der Wind weliete frisch, ohnedas Schiff stark zu bewegen. Die Nacbt warso schon, wie sie nur seyn konnte, hell undwolkenfrei. Alle Offiziere blieben bis nach12 Uhr auf dem Verdeck. Diese heitere Nachtbeim Eintritt in den Ozean schien jedem eingutes- Vorzeichen für unsere lange Reise zuseyn. Wem konnte dieser Gedanke, dieserWunsch, welcher nicht aus Besorgnifs für per-sönliche Sicherheit entstand , wichtiger seyn alsmir! Es war mir, als wenn der cultivirtereTheil von Europa seinen 13 lick auf uns gerich-tet hätte. Der glückliche oder unglücklicheAusgang meines Unternehmens inufste über mei-nen Ruf entscheiden , und das Fehlsclilagendesselben konnte auf meinen Namen einenSchatten werfen, der auch einigermafsen meinVaterland treffen mufste. Die Tadler und Ver-kleinerer Russlands würden über ein Unglück»liebes Ereignifs triumphirt haben, und der ersteVersuch, wenn er nuTsiaug, konnte für längereZeit von ähnlichen Unternehmungen abschrek-kcn. Die Schwierigkeiten des begonnenen