Band 
Erster Theil.
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alle Gewalttätigkeiten wieder auf, uud dasMeer ist wie vorhin Tahbu. Gelingt es ihnenaber nicht zur See, so steigen sie ans Land,lauern unter den Felsen, wo die Insulaner oftdes Morgens hinkommen, um Fische zu an-geln, und es währt gleichfalls nicht lange, dafssie die Opfer, die den Geist des Hohenprie-sters mit der Gottheit versöhnen sollen, mor-den. Diese werden indefs nicht verzehrt, son-dern an einem Baum aufgehenkt, an welchemman sie so lange hangen läfst, bis das -Fleischvon den Knochen abfälh. "Werden diese Opferden ersten Tag nicht gefangen, so verbreitetsich sogleich das Gerücht davon, das Vergel-tungsrecht wird ausgeiibt, und der Krieg wirdallgemein. Doch dauern diese Zwischenkriege,der geringen nöthigen Anzahl von Erschlagenenwegen, nie lange. Man erwartete währendunsers Aufenthalts in Tayo-Hoae jeden Augen-blick eine ähnliche Scene, indem der Hoheprie-ster sehr schwer krank lag, und man befürch-tete, dafs er nicht genesen würde.

Da es Priester unter ihnen giebt, so mufsman auch eine Religion voraussetzen; was kannaber wohl die Religion eines Nukahiwers seyn ?Von ihrem moralischen Charakter läfst sichleicht auf ihre Religion schliefsen. Auf keinenFall hat diese etwas dazu beigetragen, sie bes-ser zu machen. Sie dient wahrscheinlich nurzum Vorwände, einigen Wenigen ein bequeme«